| Unterverwandlungen |
Ich entschuldige mich dafür, daß ich den Großteil der Beispiele aus Tim Krabbés Buch "Schach-Besonderheiten Band 2" entnehme. Der bekannte holländische Kuriositätensammler hat jedoch alle bis 1986 bekannten Unterverwandlungen aufgelistet, sodaß es sinnlos wäre, nicht auf sein Werk zurückzugreifen! Auf seiner Website hat er übrigens über 40 Unterverwandlungen in Partien aufgelistet. Soweit keine andere Quelle angegeben ist, stammen die Stellungen aus Krabbés Buch. Falsche oder fehlerhafte Stellungen sind der jeweiligen Quelle anzulasten! Kaufen Sie unbedingt dieses großartige Buch! Siehe auch Bücherliste Schach-Besonderheiten Band 1: ISBN
3-612-20306-1 Übrigens waren die Umwandlungsregeln nicht immer klar definiert, sodaß man früher in jede beliebige Figur umwandeln durfte. Mein Lieblingsbeispiel dazu, das leider in Krabbés Buch fehlt:
K.A.L. Kubbel 1.e8sK!! Kd8
2.Dd7## |
Die Studie von Barbier und Saavedra BABSON - Der unglaublichste aller Tasks Bei
den Turm- und Läuferumwandlungen werden nur Fälle berücksichtigt, in
denen die Unterverwandlung die einzige Möglichkeit darstellte, zu
gewinnen oder zu remisieren, oder, in denen die Unterverwandlung die
schnellste Möglichkeit darstellte, etwa wenn ein Plan
ansonsten am Patt scheiterte (wie in der Partie aus Capelle la Grande
2004). |
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Sokolsko - Ravinski, UdSSR 1933 oder 1938 66.a8L!!, und Weiß gewann. Wie Weiß gewann oder weitere Informationen zu dieser Partie ließen sich leider nicht auftreiben. Sicher ist jedoch, daß diese Partie gespielt wurde. Ich muß deshalb hier die Analyse wiederholen, die Tim Krabbé in seinem Buch angibt. Es gibt fünf Möglichkeiten. A) 66...Tc8 67.Le4 Lc6 68.Lxc6! (ab hier gefunden von Cortlever) 68...Ta8! 69.La4 Te8 70.Ka3!! Ta8 71.Te6!! fxe6 72.Kb4 Kf7 73.Lc6 Tb8+ 74.Kc5 und Weiß gewinnt einfach, da 74...Txb3 an 75.Le8+ scheitert! B) 66...Kh5 67.Le4 Txh6 68.Ka3! Th5 69.Tb8 Te5 70.Lc6 und Gewinn (Cortlever). Tim Krabbé weist hier auf 68.Tb8 Txf6 69.Txe8+ hin, aber die Analyse Cortlevers ist überzeugender. C) 66...Tc7 67.Ld5 Ld7 68.Td6 Le8 69.Lxf7+ Kxf7 70.Td8, und Gewinn, da die Drohung 71.Txe8 nicht vernünftig abzuwehren ist. D) 66...Tc8 (Ich gebe die nun folgende Variante nur an, weil sie in Krabbés Buch steht, da Variante A ebenfalls zum Gewinn führt.) 67.Ld5 Td8 68.Lc4 Tc8 69.Tb7 Td8 70.Te7, und der weiße König rückt zur Exekution des schwarzen Turmes an, wonach Weiß leicht gewinnt. E) 66...Te5! (mit der Idee 67.Td6 Lc6 68.Td8+ Le8 69.Td2 Lc6 70.Lb7 Te8 71.La6 Lb7 72.Lxb7 Te2 73.Txe2 Patt) 67.Lf3!! Tf5 68.Le4 Te5 69.Ld3 Lb5 70.Lc4 Lxc4 71.Tb8+ nebst matt.
Reshko - Kaminski, Leningrad
1972 1.a8L! Db3 2.Dd7 Dg8 3.Ld5
Kholmow - Elvest, Halbfinale der
Meisterschaft der UdSSR , Wolgodonsk 1983 72.Ta1 h1L! 73.Tf1 Th8 74.Tf7 Te8 75.Kc5 e5 76.Kd6 Lb7, und Weiß gab die hoffnungslose Partie auf. Schwarz wird mit dem e-Bauern den weißen Turm gewinnen.
Wladimir Baklan - H. Pham Minh, Capelle la Grande 2004,
(6.Runde?) 49.Td7 c1L!! 50.Dxc1 De5+ 51.Kg1 Dg3+ 52.Kf1 Ld3+ 0-1 Nach der Damenumwandlung 49...c1D?? hätte Weiß remis durch 50.Dg5+!= Quelle: "Schach"
04/2004, S.67
wird fortgesetzt... |
Diese Sektion wird vielleicht irgendwann erweitert. |
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Georges Emile Barbier und Fernando Saavedra 1.c7! Td6+ 2.Kb5 Td5+ 3.Kb4 Td4+ 4.Kb3/Kc3 Td3+/Td1 5.Kc2 Td4!! 6.c8T!! Ta4 7.Kb3!!, und Weiß gewinnt den Ta4 oder setzt Matt. Ich zitiere John Selman, die Anmerkungen in eckigen Klammern stammen
von mir: Diese Geschichte treibt mir auch heute noch Tränen der Rührung in die Augen, denn Barbier und Saavedra wären niemals unsterblich geworden, wenn Barbier nicht diese Fehler begangen hätte. Betrachten wir diese Studie vom rein schachlichen Standpunkt aus: Weiß hat diesen einen Bauern, der keine Chance hat, sich in eine Dame umzuwandeln und Barbier hat auch folgerichtig das Patt konstruiert, als er mit der Partie herumexperimentiert hat. Es ist allgemein bekannt, daß nur eine Dame gegen einen Turm gewinnen kann und genau diese Möglichkeit fehlt hier Weiß. Saavedras Verdienst besteht nun nicht etwa darin, diese Studie nur widerlegt zu haben, nein, er bot gleichzeitig durch die Widerlegung eine Korrektur an, mit der Weiß nach 6.c8T gerade noch rechtzeitig Matt droht, um nach 6...Ta4 7.Kb3!! den schwarzen Turm zu erobern und das wohl größte Meisterwerk der Schachgeschichte zu erschaffen! Ich übertreibe nicht, zu sagen, daß dieses Stück auch heute noch eine Faszination ausübt, die keine andere Studie jemals haben könnte... Inzwischen wurden über 65000 Studien komponiert, doch dieser eine Schritt dieses winzigen Bauern, der nicht einmal so geplant war, übertrifft sie alle! Sehen wir uns also noch einmal den schönsten und wahrscheinlich meistgedruckten Zug der gesamten Studienliteratur an.
6.c8T!! und Weiß gewinnt!
Aber stammt dieser Zug überhaupt von Saavedra? Handelt es sich vielleicht bei dieser Studie um eine unbeabsichtigte Nachschöpfung? Dies behauptete jedenfalls der Ire James Alexander Porterfield Rynd (1846 [oder 1847] - 19.03.1917), der sich selbst (zurecht?) als Erfinder der Stellung sah. Wie
mir der Schachgeschichtsforscher Günter Büsing (Schriftführer von
"Die Schwalbe") mitteilte, wurde die Stellung niemals von
J.A.P. Rynd als Studie publiziert. Der Autor bleibt damit G.E. Barbier
bzw. Barbier und Saavedra!
Selbstverständlich entstanden später weitere Bearbeitungen zu diesem Thema. Die Bearbeitung Troitzkys ist etwa sehr bekannt!
Alexei Troizki 1.h7 Tg5+ 2.Kxd6 Lxh5 3.Kc7 Le6 4.Kb8 Ld5! 5.Txd5 Txd5 6.h8T! Td6 7.Kc7 Ich bin mir nicht sicher, ob der Bauer d6 wirklich nötig ist, also ob Weiß ohne ihn auch mit 1.Ke5 gewinnen könnte! Troitzky scheint dies jedoch befürchtet zu haben, und es gibt keinen Grund, den Bauern zu entfernen. Die meisten Bearbeitungen zu diesem Thema sind relativ langweilig, und da ich die Studie von Mark Savielywitsch Liburkin auf der nächsten Seite vorstellen werde (wenn sie denn einmal fertig wird), zeige ich hier noch zum Schluß eine nette Studie von Mamataliev.
K.
Mamataliev 1.Sg5 und
zwei Varianten: |
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BABSON - Der unglaublichste aller Tasks (mehr Babsons hier) |
Dieses Thema ist so umfangreich, daß ich es hier nur auszugsweise bearbeiten kann, indem ich einige historische Details, Jaroschs ersten Babson, den Babson-König und den zyklischen Babson angebe. Eine komplette Liste aller Babsons finden Sie in meiner Babson-Liste. Ich
finde Problemschach an sich etwas schwierig. Die meisten Löser schaffen
es nicht mehr, einfachste Tasks zu erkennen, sondern "belabern" den
unkundigen Leser mit wahnsinnig buchstabenintensiven Themen wie Thema A,
Thema B, Thema C, Thema D, oder mit speziellen Fachbegriffen wie einem
"Le Grand", was sich wie ein überaus majestätisches Thema
anhört, aber in Wirklichkeit nur nach Piet le Grand, einem
Problemisten, benannt wurde. Ich verspreche Ihnen, im Gegensatz zu den
meisten Problemthemen ist der Babson lächerlich simpel zu erklären - und dennoch
fast unmöglich umzusetzen. Ich würde hier gerne die
komplette Lebensgeschichte von Pierre Drumare erzählen, aber dies
würde wahrscheinlich zu viel Platz wegnehmen, deshalb verweise ich
erneut auf Tim Krabbés Buch (siehe Bibliothek)
oder seine Website, die Sie bei den Links
finden.
Henry Wald Bettmann Das Matt ist ganz offensichtlich ...Txa6#. Da aber nach 1...bxa6 weit und breit kein Matt mehr zu sehen wäre, ist Weiß zu 1.a8L gezwungen, die Damenumwandlung würde den Ta6 unnötig verteidigen. Schwarz ist jetzt beinahe zugunfähig und nur noch der Bauer muß beseitigt werden, was aber nicht schwierig aussieht, da eine Umwandlungsfigur keine Fluchtfelder haben wird. Der Versuch, durch die Damenumwandlung ein Schach auf c5 zu drohen, scheitert offensichtlich: 1...fxg1D 2.f8D Dxc5+ (oder 2...Dxf1) 3.b5+! Dxb5#, auf allen anderen Feldern wird die Dame sofort abgeholzt. Um nach dem Schlagen auf f1 keine Probleme zu haben, kann auch eine Turmumwandlung folgen: 1...fxg1T!, da die weiße Dame von f1 das Mattfeld a6 verteidigen würde (2.f8D? Txf1!). Aber Weiß setzt mit 2.f8T! Txf1 3.Txf1 Txa6# fort. Da auch das Schlagen auf c5 gescheitert ist, hat Schwarz die Idee, in einen Läufer umzuwandeln, aber das Gegenmatt auf c5 wird wieder verhindert: 1...fxg1L! 2.f8L! Lxc5 3.Lxc5 Txa6#. Schwarz scheint mit seinem Latein am Ende, aber es existiert noch eine überraschende Verteidigung. Die Dame muß d7 verteidigen, aber zugleich auch f3, womit sie überfordert ist. Deshalb 1...fxg1S!!, und die Dame ist überlastet. Da aber auch der Springer kein Fluchtfeld hat, kann Weiß d7 verteidigen, und das Matt ergibt sich dann auch nach 2.f8S!! Sxh3 3.Txh3 Txa6# Spätestens nach diesem Turnier muß sich auch die Frage gestellt haben, ob ein so unglaublicher Task auch in einem orthodoxen Problem dargestellt werden kann. Es war schnell klar, daß vier Züge nötig wären: 1.
Weiß macht den Schlüselzug, Schwarz wandelt seinen Bauern um und droht
bei Turm und Läufer Patt. Hier versagten alle großen Komponisten. Ein russisches Schachkompositions-Lexikon nannte den Task unmachbar, während sogar André Chéron, für den es relativ einfach war, Allumwandlungen oder achtfache Springerumwandlungen zu basteln, erkannte, daß dieser Task "der größte von allen, übermenschlich" ist. In den Sechzigern trat dann der Pariser Metallurgie-Ingenieur Pierre Drumare auf den Plan, der Vorkämpfer des Tasks, dessen einziges Lebensziel es wurde, dieses Stück zu kreieren und der in beinahe einem Vierteljahrhundert Arbeit Millionen von Stellungen ausprobierte, um dieses größte aller Werke zu vollenden. Das Monster wollte sich jedoch nicht zähmen lassen und Drumare baute 1980 ein Stück, das beinahe das schönste Problem der Schachgeschichte geworden wäre...
Pierre Drumare Ich muß diese jahrelange Arbeit zutiefst bewundern. Für den durchschnittlichen Problemisten muß sich die Stellung als abscheulich darstellen, aber wenn man bedenkt, daß dies das Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit bei vier Stunden täglicher Suche nach dem Unmöglichen war (Drumare haßte am Schluß den Springer oft wegen seiner geringen Reichweite und hätte ihn gerne durch den Nachtreiter ersetzt, da seiner Meinung nach der Springer nicht babsontauglich war), scheint dies der absolute Gipfel gewesen zu sein. Die Lösung ist wunderschön, zumindest für die damaligen Babson-Verhältnisse. Zuerst werden offensichtlich die Springer gefesselt, dann geschieht das Wunder: 1.Tf2
mit vier thematischen Varianten: Dieses
Stück zeigt, warum es unmöglich sein mußte, den orthodoxen Babson zu
kreieren. Der schwarze König mußte eingesperrt werden, damit er nicht
fliehen kann, was offenbar die Schuld des Springers war, dessen Reise
nach e4 zu lange dauert. Drumare forschte noch weiter, aber fand
keinerlei Möglichkeit, sein Stück weiter zu verbessern. Im Jahr 1982
erschien in Thémes-64 ein Artikel Drumares mit dem apokalyptischen
Namen "Mein letzter Schritt in Richtung auf das Unmögliche - 22
Jahre erschöpfende Arbeit an dem Babson Task", in dem dieser
schreibt, wie ihn sein Freund Bertin im Jahre 1960 auf
den Babson-Task hinwies, an der sich "die größten Komponisten
ohne Erfolg versucht haben". So "wurde in mir ein Gedanke
geboren, der bald zur fixen Idee wurde. (...) 22 Jahre wurde mein
Verstand durch diesen Task vergiftet (...), der mich fast wahnsinnig
gemacht hat." Das war es, Ende, aus! Keine weiteren Artikel zum Babson-Task, der niemals realisiert werden wird. Drumare hat jedoch 1983 wieder begonnen, über den Babson zu schreiben. "Schuld" daran hatte das zweite Stück eines bis dahin völlig unbekannten großen russischen Talents, das den Komponisten unsterblich machen sollte:
Leonid Vladimirovitch
Jarosch Das
nebenlösige Stück, das Jarosch zuerst vorgelegt hatte, korrigierte er, indem
er den Bauern auf h4 durch einen Springer ersetzte. Da war er, der
orthodoxe Babson, und viel schöner, als man es sich je hätte träumen
lassen. Nach beinahe einem Dreivierteljahrhundert der Wirrungen und
alleine 22 Jahren intensivster Forschung durch Drumare hatte ein völlig
Unbekannter die Problemgeschichte vorangebracht. 1.Txh4
cxb1D 2.axb8D Dxb2 3.Db3 Dc3 4.Dxc3# Dieser Task ist übrigens so faszinierend, daß sich nicht nur Größen des orthodoxen Problemschachs an ihr versuchten. Der bekannte Selbstmattkomponist Karlheinz Bachmann hat sich ebenfalls an ihr versucht, und es ist wohl nur ein glücklicher Zufall, daß der Schweizer Martin Hoffmann, heute Sachbearbeiter bei der Schweizerischen Schachzeitung (SSZ), und Karlheinz Bachmann zur selben Zeit, unabhängig voneinander, einander ähnliche Probleme geschaffen haben. Das Wunder wird durch die Hintergründe etwas klarer: Karlheinz Bachmann und Martin Hoffmann verwendeten beide die Matrix der Babsons von Peter Hoffmann mit dem schwarzen König auf der 7. Reihe, und wurden offenbar durch den Schwalbe-Aufsatz "Die Flut der Babson-Tasks" im Dezember 1986 inspiriert. Dort machte Peter Hoffmann auf die "Kompositionslücke" auf der 6. Reihe aufmerksam.
Karlheinz
Bachmann
Martin Hoffmann Die Lösungen dürfte nun wohl jeder selbst finden. Ein Babson mit einem schwarzen König auf der sechsten Reihe war etwas völlig Neues. Wie immer sind die Könige von einem Gefängnis aus weißen Figuren umgeben, da sie sonst fliehen könnten. Der Preisrichter hätte wohl auch eine schwierige Auswahl treffen müssen. Man kann nicht viel mehr von einem Babson erwarten, als das, was zu diesem Zeitpunkt gezeigt worden war, etwa die doppelte Allumwandlung, ohne zu schlagen, und einen Babson mit dem schwarzen König auf der dritten Reihe. Sogar Drumare hatte einen Babson gebastelt, obwohl dieser fünf Züge hat. Doch warum war es ein glücklicher Zufall, daß Hoffmann und Bachmann im selben Heft publiziert wurden? Nun, sehen Sie, was Peter Hoffmann (nicht verwandt mit Martin Hoffmann) aus dieser Vorlage gemacht hat! Die Komponisten haben sich darauf verständigt, daß dieses Stück als Dreimannproblem veröffentlicht werden sollte.
Der "Babson-König"
Peter Hoffmann, Karlheinz Bachmann und Martin Hoffmann Dies ist
nicht nur eines der Stücke mit den wenigsten Steinen, bei dem beide
Seiten die Umwandlung schlaglos hinter sich bringen, der erstaunliche
Schlüssel 1.hxg7!! gibt dem schwarzen König auch noch ein
Fluchtfeld, was im Babson als unmöglich galt. Zu den vier thematischen
Varianten gesellt sich also auch noch das unthematische 1...Kxg7 2.Sg5!!
Kh6 3.Tg8 dxc1D 4.Tg6# Das
läßt sich nicht mehr überbieten! Verglichen mit Krabbés Zitat zu
Jaroschs Stück hatte Peter Hoffmann den Weltrekord für 100 Meter
erneut gebrochen und ihn auf glatte 5 Sekunden heruntergeschraubt! Peter Hoffmann arbeitet
auch heute noch am Babson. Seine Artikel erscheinen regelmäßig in
bekannten Problemzeitschriften, vor allem "Die Schwalbe". Er
gilt als der schöpfungsreichste Babson-Komponist und wird die Schachwelt
sicherlich noch mit vielen weiteren Babsons entzücken. Denn nach wie
vor gibt es viele weiße Flecken auf der Babson-Landkarte und mutige Pioniere sind gefragt, um diese
auszufüllen. Babson-König-Bildergalerie (lange Ladezeit)
Man kann nicht viel mehr verlangen, aber sehen Sie, was ein brasilianischer Komponist 2005 gemacht hat!
Zalmen
Kornin Die Verführung ist 1.gxh8L exd1L!!,
die Lösung 1.gxh8D usw.
Ich fahre fort mit weiteren Worten Drumares: Unmöglich? Die Antwort darauf gab uns ein weiteres Mal Peter Hoffmann mit der Erstdarstellung eines zyklischen Babson ohne Umwandlungsfiguren!
Peter Hoffmann 1.Lxc6! mit den vier Varianten... Damit kann
nach 92 Jahren ein weiteres Kapitel in der Babson-Saga aufgeschlagen
werden! Herzlichen Glückwunsch an Peter Hoffmann, der einmal mehr das
Unmögliche möglich gemacht hat! Peter Hoffmann hat die Herausforderung
brillant gemeistert. Er arbeitete alleine
am zyklischen Babson zweieinhalb Jahre lang, und wenn man bedenkt, daß
er die Entwürfe mit einem Computer prüfen konnte, mag man sich nicht
ausmalen, wie lange ein solches Stück früher gedauert hätte! Und es ist trotz der Makel wunderschön! Hoffen wir auf eine glorreiche Zukunft für das Schachproblem und besonders den Babson! PS: Nur wenige Wochen nach dem ersten zyklischen Babson hat Peter Hoffmann weitere Versionen des Problems, diesmal makelloser, vorgestellt! Seine Version aus "Schach", Dezember 2005, hat einen Spezialpreis erhalten. Dennoch, es gibt noch weiße Flecken auf der Babson-Landkarte, aber diese werden nur Problemspezialisten interessieren. Wenn man nicht nach Unmöglichem verlangt, dürfte nun alles Wichtige erforscht sein! Ich danke allen Komponisten für die Freude, die ich beim Betrachten dieser Wunder hatte, besonders Leonid Yarosh und Peter Hoffmann für die großen Durchbrüche, sowie Pierre Drumare für sein Lebenswerk! |
Babson-König-Bildergalerie (Die Schwalbe)
(c) 2005-2006 Siegfried Hornecker